Gaia die Schöpferin des Meeres
   
 

 

Meergöttin

Ich stehe auf dem Felsen und sehe aufs Meer, auf einmal begreife ich, das Leben ist ein Traum.
Es ist nur eine Geschichte, die wir uns selbst erzählen. Alles, was wir nicht direkt vor uns sehen, ist ein Traum, nichts als ein Traum.
Das einzige, was uns festhält, damit wir nicht mit dem Wind davon treiben , sind unsere Geschichten. Sie geben uns einen Namen und einen Standort, und mit ihrer Hilfe bleiben wir -„mit den Dingen“ in Berührung!-
Geschichten sind ein Fenster nach draußen, eine Art Landschaftsausschnitt.
Und so beginne ich nun meine Traum – Geschichte, die auch wahrhaftig sein könnte!
 

Gaia die Schöpferin des Meeres

Elegant schlängelt sie ihren geschmeidigen Körper durch Riffe, gleitet über Korallenbänke hinweg und sieht ihrem nahenden Ziel entgegen. Ihr Delphin umkreist sie spielerisch, und bietet seinen Rücken werbend dar, um sie zu tragen. Schaumkronen perlen wogend auf der Wasseroberfläche und sprudeln als Fontäne dem Horizont entgegen. Mit einem Schwall salziger Gischt, einem Vakuum gleich, landet sie auf ihrem Fels.
Doch dieser ist schon von Neptun belagert, der mit einer zerstörerischen Gebärde seinen Dreizack auf sie richtet. Von Furcht erfüllt, lässt sie ihren Körper augenblicklich zurück ins Meer gleiten.-
Neptun erhielt seine Herrschaft vom griechischen Meergott Poseidon, er herrscht über alle Seen und Flüsse. Sein Sinn ist nach Rache ausgerichtet! Er spannt seine weißen Wasserpferde an die Kutsche und stürzt sich damit ins Meer. Obwohl ihm Idealismus, Poesie, Phantasie und Sensibilität zugeordnet sind, neigt er auch zu Gedankenlosigkeit und Betrügereien. Nun ergreifen dunkle und gewalttätige Gedanken von ihm Besitz. Sein Dreizack, das Zeichen des Meergottes, dargestellt durch einen Halbkreis, - der menschliche Geist - der über das Kreuz der Materie hinausragt, soll ihm dienlich sein. Aber all seine sperrigen Gegenstände behindern nur sein Vorhaben, der Meernymphe Gaia nahe zu kommen.

Da Poseidons stürmisches Liebesleben in ehebrecherischen Verbindung mit Gaia einen Sohn namens Charybdis zeugte, ein Seeungeheuer, das dreimal am Tag Wasser ausspie und die Schiffe in Gefahr brachte, - will nun auch Neptun Gaia in seine männliche Gewalt bringen, um mit ihr viele Nymphen zu zeugen. Alle sich ihm bietenden Wege und ihm zur Verfügung stehenden Mittel setzt er dafür ein, um seinen Plan zu verwirklichen.
Aber Gaia, die Schöpfergöttin des Meeres, weiß um die Grausamkeiten, die auch ihrem von Poseidon gezeugten weiteren Sohn Antaios, - einem Riesen, den Herakles im Kampf tötete, - zugefügt wurden. Sie will eine Zeugung in all den Wassern verhindern, da sie das nahende, kommende Leid ahnt.
Gaia, die über Tiere und Pflanzen im Wasser Macht besitzt, möchte ihre Zauberkräfte noch nicht zum Einsatz bringen. Wenngleich ihr Sinn auf einen listigen Trick gerichtet ist – indem sie Zauberpflanzen mit Schlingarmen und Netzen aus Tang und Farnen über Ross und Reiter breiten könnte, so dass es kein Entrinnen gäbe. Aber töten will sie Neptun nicht.
Gaias Liebreiz in ihrem Element „Wasser“, lässt Neptuns Verlangen zur Aggression wachsen. Gaia spielt am Meeresgrund mit der Seenymphe Amphitrite und deren Sohn Triton, der halb Mensch und halb Fisch ist. Liebevoll umschließt ihr Leib das Wasserwesen. Ihr ist dabei seltsam zu Mute, da sie dieses anders geartete Wesen innig liebt, es ist Poseidons Sohn. Bei all den Ungerechtigkeiten der Götterwelt, die ihren Söhnen zur Verdammnis wurden, sehnt sie sich nach Liebe und Hingabe. Und so weiß sie auch in ihrem tiefsten Herzen, dass Triton ihr keine Gewalt antun kann. All ihre Sinne richtet sie auf das Mischwesen und sie lässt es zu, dass es mit ihren Brüsten spielt. Diese Art des Spieles missfällt wiederum Tritons Mutter, Amphitrite, so dass sich kleine Eifersüchteleien zwischen den Gespielinnen auftun. Sie haben aber keine große Wirkung und bald stellen sich wieder Frieden und Harmonie ein.
Neptuns Plan rückt mehr und mehr in die Ferne und so sinnt er, Gaias Gespielin zu erobern. Er glaubt, es sei ein leichtes Spiel für ihn, Amphitirite einfach zu nehmen, vor den Augen seiner „Angebeteten“ Gaia. Neptun wechselt seine Grundhaltung, legt das Gewand des mystisch -  phantasiebegabten Täuschers an, steigt aus seiner Kutsche und schreitet in eleganten Bewegungen auf die idyllische Spielwiese der Muschelbank zu. Wasserwogen und Wellen sprudeln um all die Körper im Abendglanz des untergehenden Sonnenlichts und lassen die aufspringenden Fische und Pflanzen gespenstisch und glühend rot erscheinen. Gaias Herz beginnt wild und laut zu schlagen, da sie sich nicht in Sicherheit wiegt und Neptuns Plan für sie undurchsichtig bleibt. - 
Venus , der man zügelloses sexuelles Verlangen nachsagt, steigt augenblicklich aus einer Muschel aus der Tiefe des Meeres empor. Ihr Sohn Cupido kommt mit dem Wagen auf vier Rädern angerollt mit Pfeil und Bogen in der Hand, um sein angepeiltes Ziel auch zu erreichen. Er weiß genau, wem der Pfeil gilt und schießt gleichzeitig los. Willenlos ergibt sich Amphitrite in die Arme Neptuns und in der untergehenden Sonne vollzieht er sein Vorhaben. Es ist nicht die Frau seiner leidenschaftlichen Träume, aber es geht ihm im Moment nur um seine sexuelle Befriedigung und um Gaia seine Manneskraft zu veranschaulichen und vielleicht empfänglich dafür zu machen.
Gaia bleibt ihren Prinzipien und sich selbst treu. Sie will keine neue Knechtschaft und mit keinem Mann in Verbindung treten. Die große Schöpferin des Wassers, aus dem alles Leben kommt. So gerne sie kleinen Nixen neues Leben schenken würde, um damit den Verlust ihrer Söhne besser vergessen zu können.

Erklärung zur Gaia Geschichte

 Die Götter mögen mir verzeihen!

Sollte unser Leben ein Traum sein, nichts als ein Traum, dazu ich mich bekannte! Dann begegnete ich wahrscheinlich schon oftmals den Gottheiten unserer Überlieferungen „GAIA, NEPTUN“ und all den anderen Göttern, die wir als Sternbilder an unserem Firmament wieder finden. Auch deren Wirkung uns prägt! So, Du Neptun, als Verführer und Phantast, der Du da sitzt in meinem 1.Haus, dem„EGO“ Haus und Dich mit meinem Aszendent „Jungfrau“, versöhnen musst, die enorm auf mich aufpasst. Verzeih mir, wenn ich Dir eine neue Liebesgeschichte andichte. - Aber auch bei Dir, Gaia, habe ich ordentlich meine Fabulierkunst angewandt! Meine anderen Ausführungen habe ich laut Überlieferung übernommen, so dass ich dahin gehend unschuldig bin.
Und jetzt muss ich Dir, Neptun, gestehen, dass ich zu feige bin, eine erotische Liebesgeschichte bezogen auf unsere jetzige Welt zu schreiben. Da ich auch die Ausdrucksweise, wie sie heutzutage, ich glaube - weniger, als mehr gepflegt – wird, nicht nachvollziehen kann.
In diesem Sinne zürne mir bitte nicht, wenn wir uns begegnen. Mit Respekt und in Würde, denn mein Sinn kennt weder Hass noch Rache und so hoffe, ich Deiner auch nicht!

Margareta